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Knock On Wood
Der Woodblock oder Kunststoffblock steht im Mittelpunkt
dieser Workshopfolge. Es ist ein Instrument, das in allen
Kulturkreisen Verwendung findet und in den Tagen der ersten
Drumsets einen festen Platz auf der Bassdrum inne hatte.
Matthias Philipzen zeigt euch zwölf klasse Grooves mit Block.
erzlich willkommen zum sechsten
und letzten Teil meiner Workshoprei-
he Kleinpercussion im Drumset. Es
modernen Drumset haben sich Kunststoff-
blocks (Abbildung 2) durchgesetzt, Woodblock-
artige Instrumente aus unverwüstlichem Mate-
rial, die immer die gleiche Stimmung behalten
und jedem Stockschlag standhalten.
Matthias Philipzen
deren Markenzeichen eine sehr entspannte,
ternäre (triolische Sechzehntel) Rhythmik ist.
Achtet im zweiten Teil des CD-Titels 51 auf die
Bassdrumfigur, die auf allen Achteln gespielt
wird (Steppers).
gibt die unterschiedlichsten Varianten
und Materialien, in und aus denen Woodblocks
und verwandte Percussioninstrumente gefer-
tigt werden. Ich habe euch in den CD-Titeln
45–47 einen hellen, einen mittleren und einen
dunkel klingenden Woodblock angespielt.
Letzterer ist ein großer Templeblock (Abbildung
3), was ihr an dem voluminöseren und etwas
hohlen Klang unschwer feststellen könnt. Am
Matthias Philipzen
Der Schlagzeuger/Percussionist
Matthias Philipzen,
geboren 1966, lebt in München. Neben seiner inter
nationalen Tätigkeit als WorkshopDozent, tourt er
im Frühjahr mit Gadu Gadu durch Europa, in deren
Musik Elemente aus Folk, Jazz und Latin verschmel
zen (www.gadugadumusic.com). Mehr Infos findet
ihr unter
www.matthias-philipzen.de,
EMail:
m.philipzen@t-online.de
H
In Latin-Rhythmen
gibt der Block den Ton an
Taucht als Nächstes in die Latin-Welt ein. Der
Woodblock ersetzt dabei die Funktion der
Claves (Klanghölzer). Die gespielte Figur (Cla-
ve genannt) ist eine Konstante, die sich nie
verändert und den Stücken ihre rhythmische
Struktur verleiht, nach der sich alle Musiker
richten. Bei den notierten Rumba Clave (Bei-
spiel 6) und Son Clave (Beispiel 7) handelt es
sich um 2:3 Claves. 2:3 bedeutet zwei Schläge
im ersten und drei Schläge im zweiten Takt. Ihr
Verwendet den Holzblock
traditionell oder als Rimclick-Ersatz
Spielt zum Einstieg einen geshuffelten Groove
im Stil der 20er-Jahre. Er fand seine Verwendung
in der Musik des Ragtime und des Dixieland
(Beispiel 1). Weiter geht es mit recht einfachen
Rhythmen, die ein Problem beheben, vor dem
ihr sicherlich auch schon gestanden habt:
Ihr sollt leise spielen, benutzt deshalb Rods,
wollt aber auf einen Rimclick nicht verzich-
ten. Nehmt stattdessen einen Kunststoffblock.
de) beschäftigen sich mit dem Reggae, einer
durch jamaikanische Musiker wie Bob Marley
und Peter Tosh populär gewordenen Musik,
Abb. 1: Montage des Blocks an der Hi-Hat-Maschine
DrumHeads!! 2/08
Fotos: Matthias Philipzen
Damit erzielt ihr einen sehr ähnlichen Sound
(Beispiele 2 und 3). Die Beispiele 4 und 5 (sie-
he Download-PDF unter www.drum-heads.
Auf der DrumHeads!!-CD hört ihr die
Übungsbeispiele dieses Workshops
© PPVMEDIEN 2009
Titel 45–60
Beispiel 1
Titel 48
Beispiel 2
Titel 49
Beispiel 3
Titel 50
könnt auch die beiden Takte vertauschen und
habt dann 3:2 Claves. Aber es wird niemals
innerhalb eines Stücks zwischen 2:3 und
3:2 gewechselt. Bei der Samba-Popvariante
(Beispiel 8) übt zunächst die Wege der rech-
ten Hand von der Hi-Hat zur Snare. Ergänzt
das Bassdrumostinato und fügt danach die
Sambaakzente mit der linken Hand auf dem
Jamblock hinzu. Die 6/8-Clave (Beispiel 9) ist
die ursprüngliche, von afrikanischen Sklaven
nach Südamerika gebrachte Clave. Die Un-
terlegung mit der Bassdrum dient zur besse-
ren Orientierung.
Blocks sind auch in ungeraden
Takten das passende Instrument
African Shuffle besitzt eine andere Einteilung,
als ihr sie vom herkömmlichen Shuffle kennt.
Spielt die jeweils erste und zweite Achtel der
Triole statt der ersten und dritten Achtel
(Beispiele 10 und 11). Der Doubleparadiddle
(RLRLRR) bildet die Grundlage des Grooves
in Beispiel 12. Ich habe ihn in der zweiten
Hälfte leicht abgeändert und damit ein leich-
tes Off-Beat-Feel erzeugt. Schließt mit dem
7/8-Rhythmus eines bulgarischen Volksliedes
ab (Beispiel 13), für uns Drummer immer ei-
ne Herausforderung. Habt ihr erst die Figur
Abb. 2: Kunststoffblock
der rechten Hand verinnerlicht, wird es euch
leicht fallen Bassdrum und Snare selbststän-
dig zu variieren. Ich hoffe, ihr habt viel Freude
an diesem Workshop gehabt, und er hat euch
ermutigt, Kleinpercussioninstrumente in eu-
rer Musik einzusetzen. Seid kreativ und gebt
nicht auf! Euer
Abb. 3: Templeblock
DrumHeads!! 2/08