Special Effektlicht Soundcheck Special
© PPVMEDIEN 2009
SpeCial: effektliCht
Soundcheck Special
EFFEKTIV
So rückt ihr euch auf der Bühne ins rechte Licht
Eine beeindruckende Lichtshow ist
nicht nur etwas für die großen Acts.
Auch auf kleinen Bühnen lässt sich
inzwischen mit wenig Aufwand
große Wirkung erzielen. Noch nie
war es so einfach, seinen Auftritt mit
einer überzeugenden Lichtshow zu
pimpen. Wir zeigen euch in diesem
Special, wie ihr das Maximum mit
begrenztem Budget erreicht.
W
Das Stimmungslicht
Um eine Stimmung auf der Bühne zu erzeugen
ist es wichtig, dass großflächig mit Farben ge­
arbeitet wird.
so wie ein Bild oder ein Foto schon
alleine durch die verwendeten Farben eine stim­
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er sich etwas näher mit dem thema
Bühnenlicht befasst, der wird ganz
schnell feststellen, dass es verschie­
dene aufgaben gibt, die eine ansprechende Be­
leuchtung zu erfüllen hat. die grundsätzliche
aufgabe besteht natürlich darin, die Bühne zu
erhellen, so dass die akteure auch gesehen wer­
den können. Hierfür genügen einfache schein­
werfer, die typischerweise einfach weißes licht
auf die Bühne geben. emotion, dynamik und
ausdruck schafft rein weißes licht aber leider
noch nicht. Hier kommt dann vielmehr das zum
einsatz, was grob überschrieben als effektlicht
bezeichnet wird.
Effektlichts soll eure Musik und Show unter­
stützen und somit euer Bemühen, beim Publi­
kum optimal anzukommen.
Wie eure Musik, eure
Klamotten oder eure Performance, muss auch das
effektlicht individuell für eure ansprüche entwor­
fen sein und wer könnte das besser als ihr selbst?
Welches effektlicht am besten zu euch passt, dass
finden ihr im laufe dieses specials heraus.
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als ein ganzes Meer verschiedener Farben. Im Ge­
gensatz zu allen anderen effektlichttypen ist das
stimmungslicht ein Muss für jede Musikerbühne.
doch nun zum eigentlichen thema dieses spe­
cials: zum effektlicht.
Strahleneffekte
Los gehts mit den Strahleneffekten.
als sol­
che werden alle scheinwerfer bezeichnet, die
im nebel eine schöne strahlenabbildung erzeu­
gen. diese art des lichts übt die größte Faszina­
tion aus, da die strahlen im dreidimensionalen
raum zu sehen sind und dadurch ein ganz be­
sonderes optisches erlebnis erzeugen. damit die
strahlen aber überhaupt gesehen werden kön­
nen, muss vorher abgeklärt werden, ob nebel
überhaupt möglich ist. Positioniert werden
strahleneffekte am besten im hinteren Bühnen­
bereich und ausgerichtet werden sie direkt
richtung Publikum. Um so flacher der strahlef­
fekt richtung Publikum scheint, umso heller
erscheint er. Kleine, lichtschwache effekte soll­
ten also flach ins Publikum leuchten, während
hellere effekte höher hängend steil hereinstrah­
len können. auf jeden Fall solltet ihr aber darauf
achten, euer Publikum nicht zu sehr oder zu
lange mit dem effekt zu blenden. Welche schein­
werfer eignen sich nun aber ganz konkret als
strahleffekt?
inhalt
EFFEKTiv
Special
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Seite 42
Keep It Simple:
einige wenige Farben wirken meist stim­
mungsvoller als ein ganzes Meer an Farben.
So rückt ihr euch auf der
Bühne ins rechte Licht
Die 7 goldenen Regeln
zum optimalen Einsatz
von Effektlicht
Moving Heads
Kopfbewegte Scheinwerfer gelten als die Kö­
nige der Strahleneffekte.
Ihre Vielseitigkeit an
darstellungen, Farben und ihre Bewegung er­
möglichen ein sehr vielseitiges und abwechs­
lungsreiches lichtdesign. so können sie schnell
bewegt mit stroboskopeffekt eine sehr drama­
tische lichtinszenierung schaffen, aber auch im
stillstand mit drehenden Gobos eine sehr ruhige
stimmung erzeugen. auch für kleine Bühnen ist
der einsatz von kopfbewegten scheinwerfern
denkbar, hier spielen vor allem die Klassen bis
250 Watt eine rolle. ein einsatz von nur ein oder
zwei Geräten macht aber meist keinen sinn, da
eine faszinierende optik durch das zusammen­
spiel mehrere Geräte hervorgerufen wird. da Mo­
ving Heads meist sehr eng abstrahlen, können sie
auf kleinen Bühnen, bei denen das Publikum sehr
dicht steht, oft auch ihre Wirkung nicht entfal­
ten. Und sie sind in der anschaffung nicht ganz
günstig. Qualitativ akzeptable Geräte können
schnell 1.000 euro und mehr kosten.
Auf zum Kauf
Andreas Zöllner
Die perfekte Lichtanlage
Bewegung schneller als Moving Heads, und da
hier nur ein spiegel bewegt werden muss, sind
sie auch günstiger in der Herstellung und zudem
robuster. eine Besonderheit sind die Walzenspie­
gelscanner, die statt einem flachen spiegel eine
spiegelwalze haben, was die abbildung verviel­
facht. dies ist gerade für kleinere Bühnen ideal.
zum einen entsteht durch die erwähnte Verviel­
fachung nämlich eine breitere abbildung, die
auch auf kleinem raum ihre Wirkung entfalten
kann und zum anderen erzeugt hier auch schon
der einsatz eines einzelnen Geräts eine sehr
schöne Wirkung. Walzenscanner gibt es jedoch
in verschiedensten leistungsklassen. sie sind da­
her für fast jede Bühnengröße geeignet.
mung ausdrückt, tut dies auch eure Bühne. Frü­
her wurde das stimmungslicht meist durch Par­
cans erzeugt, die mit verschiedenen Farbfolien
bestückt waren und die Bühne oder den Hinter­
grund farbig ausleuchteten. Wollte man dies nicht
zur Materialschlacht ausarten lassen, war man
hier in puncto Farbwahl aber doch sehr einge­
schränkt. dank moderner led­technik ist dies
nun Vergangenheit, da die meisten led­schein­
werfer eine Farbmischung ermöglichen, die schon
mit wenigen scheinwerfern eine ganze Bühne in
die verschiedensten Farbtöne tauchen kann. Und
energiesparend sind die strahler auch noch. Bei
der ansteuerung der scheinwerfer sollte darauf
geachtet werden, dass nicht zu viele Farben oder
Farbwechsel gleichzeitig eingesetzt werden. eini­
ge wenige Farben wirken meist stimmungsvoller
Scanner
Scanner erzeugen ein sehr ähnliches Licht
wie Moving Heads.
sie können jedoch nur in
eine richtung strahlen und sich nicht um ihre
gesamte achse bewegen. dafür sind sie in der
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Königsklasse des Effektlichts:
Kopfbewegte Scheinwerfer
ermöglichen ein vielseitiges und
abwechslungsreiches Lichtdesign
Laser
Laser sind optisch ein absolutes Highlight. Sie
sind aber auch nicht ganz ungefährlich und in
Deutschland daher streng reglementiert.
Je­
der showlaser mit einer leistung von mehr als 5
Milliwatt – und erst weit darüber macht es auf
einer Bühne wirklich sinn – darf nur eingesetzt
werden, wenn ein laserschutzbeauftragter vor ort
ist. da man diese Qualifizierung sehr schnell und
kostengünstig erwerben kann, wäre dies jedoch
noch nicht einmal das Problem, allerdings muss
jede ortsveränderung eines lasers gemeldet wer­
den und meist verlangt die zuständige Behörde
dazu noch eine technische abnahme. Für Fest­
installationen weniger problematisch, für mobile
zwecke aber eher nur für große auftritte tragbar.
zudem sind gute laser immer noch richtig teuer.
Und da keine mechanisch bewegten teile zum
einsatz kommen, ist hier auch die störanfällig­
keit denkbar gering. trotz ihrer geringen strom­
aufnahme sind Matrix­effekte oft überraschend
hell und können daher auch auf Bühnen mittlerer
Größe eingesetzt werden.
Moonflowers
Der klassische Moonflower zerteilt das Licht
über einen innenliegenden Parabol­Facetten­
spiegel in viele einzelne Lichtstrahlen.
Je nach
Variante sorgen zusätzliche Farb­ und Goboräder
sowie diverse linsen für gerätespezifische abbil­
dungen. Inzwischen gibt es auch viele led­Moon­
flowers, die teilweise sogar über dMX gesteuert
werden können und deren bunten strahlen sich
so hervorragend ins Bühnenlicht integrieren las­
sen. aufgrund seiner meist eher geringen Hellig­
keit ist dieser lichteffekt aber eher für den ein­
satz auf kleineren Bühnen geeignet.
Projektionen
Aber auch ohne Nebel lassen sich sehr schöne
Lichtszenen gestalten.
es müssen schlichtweg
eine oder mehrere Flächen im Bühnenbereich ge­
funden werden, die vom Publikum gut gesehen
werden und sich beleuchten lassen. eine große
Matrix-Effekte
Eine völlig neue Gattung an Effekten hat die
LED­Technik mit sich gebracht.
Bei den Matrix­
effekten wird das licht vieler einzelner leds über
eine linse gebündelt in mehreren lichtstrahlen in
den raum geworfen. Je nach abbildung auf der
led­Matrix entstehen so wunderschöne darstel­
lungen. richtige Bewegungen gibt es hier zwar
nicht, durch schnelles ein­ und ausschalten der
leds entstehen aber schnell aufeinanderfolgende
darstellungen, die ein bewegtes Bild ergeben.
Matrixeffekte bündeln das licht einer größeren
zahl von leds in einzelne strahlen. sie eignen
sich besonders für Projektionen und zum drei­
dimensionalen einsatz im Bühnennebel.
ACLs
Strahleffekte müssen nicht immer bunt und
bewegt sein.
aCl­Bars beispielsweise sind eine
anordnung von sehr eng abstrahlenden Par­
cans, die ein extrem helles licht erzeugen. die­
ser effekt ist bis heute auch von professionells­
ten Bühnen nicht wegzudenken, da das licht
der aCl­Bars eine sehr schöne strukturierung
der Bühne ergibt. Gedimmt ergibt das licht der
aCls ein einmalig schönes Glühlicht. Für kleine
Bühnen lassen sich auch Parcan­36­Punkt­
strahler, die sonst meist zur Beleuchtung von
spiegelkugeln hergenommen werden, für die­
sen effekt „missbrauchen“.
weiße Wand im Hintergrund eignet sich ideal da­
für. am besten legt ihr euch eine mobile Beleuch­
tungsfläche zu und bringt dieses mit zum Gig. so
seid ihr von den Bedingungen vor ort unabhängig.
Die zu beleuchtende Fläche sollte erst einmal
großflächig mit farbigem Licht beleuchtet wer­
den.
Hierzu eignen sich vor allem breit abstrah­
lende Farbwechsler. zusätzlich kann mit eng ab­
strahlenden scheinwerfern eine struktur auf der
Fläche geschaffen werden. auch scheinwerfer die
Muster erzeugen wie Moving Heads oder die er­
wähnten Matrixeffekte erzeugen einen schönen
effekt. es ist übrigens nicht nötig, dass die schein­
Scannerwalze:
durch ihre breite abbildung sind
Walzenscanner ideal für kleine Bühnen
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Effektbeleuchtung de Luxe:
Laser sind schön und äußerst beeindruckend, sie sind
jedoch auch teuer und an strenge Auflagen gebunden.
»
werfer frontal auf die Fläche strahlen, positioniert man sie als schräg von
unten wirkendes Streiflicht, lassen sich sehr schöne Effekte erzielen.
Auf großen Bühnen sind Videos
inzwischen Normalität.«
Video on Stage
Auf großen Bühnen sind Videos im Bühnenbild inzwischen Normali-
tät.
Hier werden sie meist über größere LED-Video-Matritzen dargestellt.
Da Videobeamer aber immer günstiger und leistungsfähiger werden, sind
Videodarstellungen mittlerweile auch auf kleinen Bühnen realisierbar. Vor
kurzem habe ich sogar eine Band gesehen, die mehrere 19“-Flatscreens in
ihr Bühnenbild integriert hatte. Das Ergebnis war äußerst ansprechend.
In puncto Flexibilität und Aussagekraft sind Videoinhalte durch nichts
zu überbieten.
Doch woher kommen die Inhalte und wie bekomme ich sie
auf meine Bühne? Im Internet gibt es diverse Plattformen, auf denen sich
Videocontent für Bühnen für wenig Geld herunterladen lässt. Unter www.
showfootage.com beispielsweise lassen sich unzählige Clips für wenig Geld
herunterladen. Diese können dann etwa von einem PC über ein entsprechen-
des Programm direkt auf die Bühne übertragen werden. Noch kreativer wird
es, wenn Videocontent per DMX-Signal abgerufen werden kann. DMX-Me-
dienserver wie beispielsweise das ARKAOS-DMX-Programm erlauben dies.
In puncto Flexibilität und
Aussagekraft sind Videos
nicht zu überbieten
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Struktur auf der Bühne. Als Blinder wirken die Strips
wenn alle Lampen gleichzeitig voll eingeschaltet
werden. Und mit etwas Programmier-
aufwand lassen sich diese einzeln
abrufbaren Lampen zu einem
Lauflicht arrangieren.
man alles, was man sieht, auch abspeichert,
sind Fehler so gut wie ausgeschlossen. Sind
Moving Heads oder Scanner im Einsatz sollte
man darauf achten, dass die Steuerung diese
auch möglichst gut unterstützt. Spezielle Steue-
rungen bieten zum Beispiel schon vorprogram-
mierte Bewegungsmuster oder Effektgenera-
toren an, die das Programmieren von Moving
Lights deutlich vereinfachen.
Ansteuerung
Um eine schöne und
stimmige Lichtshow zu
erreichen, ist eine indi-
viduelle Programmierung
unumgänglich.
Stand-Alo-
ne-Programme und Steue-
rung über Musik mögen für eine
Party ausreichen, eine unterstützen-
de Lichtshow für ein Konzert ist damit aber
nicht möglich. Dabei sollte man vor der Pro-
grammierung und ihrem Aufwand absolut kei-
ne Angst haben. Um ein kleines Lichtpult zu
beherrschen, sind meist nicht mehr als ein bis
zwei Stunden Einarbeitung nötig und auch die
Programmierung ist kein Hexenwerk. Während
des Konzerts selbst müssen dann nur noch die
eingespeicherten Lichtstimmungen korrekt ab-
gerufen werden.
Bei der Programmierung selbst empfiehlt es
sich für unerfahrene Bediener und bei klei-
nen Anlagen Bild für Bild vorzugehen.
Das
heißt es wird eine Lichtstimmung nach der an-
deren komplett erstellt und abgespeichert. Da
Leuchtmittel &
Lampenleistung
Bei der Suche nach dem richtigen Scheinwer-
fer stellt sich immer auch die Leuchtmittel-
frage.
Welche Leuchtmittel gibt es, welche Vor
und Nachteile haben sie und welches ist das
richtige für die bestehenden Bedürfnisse?
Die Glühlampe:
Galt die Glühlampe in letzter Zeit eher als Fossil
und Energieverschwender, erlebt sie derzeit ei-
ne kleine Renaissance.
Ihr warmes, orangenes
Licht ist in seiner Ausstrahlung unerreicht und
wirkt im Kontrast zu den ansonsten sehr grellen
Farbtönen der anderen Leuchtmittel als Wohltat
für die Augen. Auf großen Bühnen taucht sie ver-
mehrt als Ergänzung zur LED- und Entladungslampe
wieder auf. Für kleine Bühnen mit wenig Strom
ist sie aber nicht mehr zeitgemäß. In Scannern,
Moving Heads und Effektstrahlern ist ihre Licht-
leistung zudem oft zu gering. Ansonsten hat sich
auf kleinen Bühnen die Leistungsklasse von 250
Auch Leuchtobjekte lassen sich wunderschön im
Bühnenbereich einsetzen.
Leuchtobjekte
Immer umfangreicher wird auch die Auswahl an
speziellen Leuchtobjekten.
Dies sind beispiels-
weise Kugeln, Röhren oder Würfel, die von sich aus
leuchten und auf der Bühne platziert werden kön-
nen. Leuchteffekte werden oft von innen mit LEDs
bestrahlt und per DMX-Befehl in verschiedensten
Farben und Effekten illuminiert und sind inzwi-
schen sogar als aufklebbare LED-bestückte Streifen
erhältlich, die sich wunderbar auf Objekte im Büh-
nenbereich oder sogar Instrumente kleben. Man
darf schon gespannt sein, wann die erste Band sich
solche Streifen in die Kleidung einnähen lässt.
Wissen
Die Vorraussetzungen zur
optimalen Entfaltung eures
Effektlichtes
Stroboskope, Blinder und
Sunstrips
Diese letzte Gruppe ist trotz neuester LED-
Technik immer noch fester Bestandteil der Büh-
nentechnik.
Strobos sind inzwischen vom Aus-
sterben bedroht, da LED-Scheinwerfer auch ver-
dammt schnell blitzen können. Stageblinder sind
wunderbar um das Publikum auf mittleren und
großen Bühnen zu blenden bzw. mit in die Show
einzubeziehen. Für kleinere Bühnen finde ich vor
allem Sunstrips sehr interessant, längliche Kästen,
in der eine Vielzahl an kleinen Lampen eingearbei-
tet ist, von denen sich jede einzeln ansteuern lässt.
Diese Strips lassen sich wunderbar im Bühnenbe-
reich integrieren und decken gleich mehrere Auf-
gaben ab. Werden alle Lampen leicht gedimmt er-
gibt sich eine wunderschöne, stimmungsvolle
Damit Effektlicht richtig zur Wirkung
kommt, müssen einige Vorraussetzungen
erfüllt sein. Licht kann nur dann gese-
hen werden, wenn es auf etwas trifft.
Strahlt ein Scheinwerfer einfach in
den leeren Raum, so sieht man
nur die leuchtende Linse des
Scheinwerfers. Das ausgesende-
te Licht wird von der Luft näm-
lich nicht abgebildet. Daher ist
die entscheidende Frage beim
Planen einer Lichtanlage,
was überhaupt beleuch-
tet werden soll. Die Akteure
auf der Bühne sind als einziges
Beleuchtungsobjekt nur bedingt sinnvoll,
da sie nur einen kleinen Teil der sichtbaren
Bühne ausmachen. Wie aber wird wir unser
So wird Licht im Raum sichtbar:
Hazer wie der Unique
Licht auf der ganzen Bühne sichtbar? Man
von Look tauchen die ganze Bühne in sanften Dunst.
kann Nebel oder Dunst einsetzen um im
dreidimensionalen Raum das Licht sichtbar
zu machen, oder Projektionsflächen, auf
die das Licht gerichtet wird. Hier eignen
sich vor allem Bühnenhintergründe und
große Flächen. Auch die Decke ist denkbar.
Besonders schön wird eine Bühne, wenn
mit Nebeleffekten und Projektionen gear-
beitet wird.
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sehr starkes Licht benötigt wird. Größere kopf­
bewegte Scheinwerfer und Scanner aber auch
lichtstarke Farbwechsler sind das typische Ein­
satzgebiet der Entladungslampe. Auf kleinen
Bühnen sind vor allem Geräte mit 150 Watt
»
großen Bühnen sind vor allem LED­Videoscreens
und kopfbewegte LED­Washlights im Einsatz so­
wie oft auch selbstleuchtende LED­Objekte. Und
wie ihr bei den Lichttests in dieser Ausgabe lesen
könnt ist mit dem Showtec Indigo 250 inzwi­
Die Leuchtdiode hat in den letzten Jahren einen
unbeschreiblichen Siegeszug angetreten.«
schen auch ein lichtstarker Moving­Head­Spot
auf dem Markt. Zur Beleuchtung kleinerer Büh­
nen genügen oft schon die sehr günstigen 10­
mm­LED­Scheinwerfer.
Die Plasmalampe:
Eine völlig neue Leuchtmitteltechnologie
wurde überraschend auf der diesjährigen Pro-
light + Sound in Frankfurt vorgestellt.
Robe
hat im Rahmen seiner Robin­Serie als erster Her­
steller funktionierende Plasma­Moving­Heads
im Programm. Plasma­Leuchtmittel sind effek­
tiver als Entladungslampen, langlebiger und ver­
lieren während ihrer Lebensdauer nicht an
Leuchtkraft. Zudem stellen sie fast alle Farben
ideal dar. Ob sich diese Technologie durchsetzen
wird, wird die Zukunft zeigen.
und 250 Watt Stärke im Einsatz, mittlere Büh­
nen werden typischerweise mit 575 und 700
Watt Geräten beleuchtet. Auf großen Bühnen
haben sich inzwischen Geräte mit 1.200 Watt
und mehr Lampenleistung durchgesetzt.
Novität:
Der Robin 3 von Robe verwendet als einer der
ersten Moving Heads serienmäßig eine Plasmalampe.
bis 500 Watt bewährt, auf mittleren und großen
Bühnen die Klasse von 1.000 bis 2.000 Watt.
Die Entladungslampe:
Die Entladungslampe ist zwar lange nicht
so effektiv wie die LED, ihre Leuchtdichte
und Kraft ist aber unerreicht.
Daher wird sie
überall dort eingesetzt, wo gebündeltes oder
Die LED:
Die Light Emitting Diode oder Leuchtdiode
hat in den letzten Jahren einen unbeschreib-
lichen Siegeszug angetreten.
Ihre poppigen Far­
ben und ihr niedriger Strombedarf hat völlig neue
Möglichkeiten eröffnet. Gerade kleine Bühnen
profitieren von den kleinen Energiesparern und
den ihnen eigenen Farbwechselmöglichkeiten.
Der Strombedarf und der technische Aufwand für
eine kleine Bühnenbelechtung hat sich durch die
Diodentechnik deutlich verringert. Aber auch auf